Torsionssteife, spielfreie Ganzstahlkupplungen für Versatzausgleich und höchste Drehmomente im Standard bis 280.000 Nm
KTR Stahllamellenkupplungen übertragen hohe Drehmomente bis 280.000 Nm absolut spielfrei und torsionssteif. Die Ganzstahl-Lamellenpakete mit optimierter Lamellenkontur aus hochfestem, rostfreiem Federstahl gewährleisten eine erhöhte Ermüdungslebensdauer, höhere zulässige Verlagerungskapazitäten für axialen, radialen und winkeligen Wellenversatz sowie reduzierte Reaktionskräfte auf die gekuppelten Wellen.
Mit den Baureihen RADEX®-N und RIGIFLEX®-N deckt KTR einen großen Anwendungsbereich, von Standardantrieben bis hin zu API-konformen Prozesspumpen und -kompressoren, ab.
Was ist eine Stahllamellenkupplung und wie funktioniert sie?
Eine Stahllamellenkupplung ist eine torsionssteife, spielfreie Wellenkupplung aus Ganzstahl. Sie überträgt Drehmomente über Federstahl-Lamellenpakete, die über Passbolzen wechselseitig mit den Naben verschraubt sind. Durch elastische Verformung der Lamellen gleicht sie Wellenversatz aus.
Welche Wellenverlagerungen gleicht eine Stahllamellenkupplung aus?
Drei Arten: Axialversatz (Längsverschiebung), Radialversatz (Parallelverschiebung) und Winkelversatz (Schrägstellung). Einfachkardanische Bauarten kompensieren Winkelversatz + Axialversatz, doppelkardanische zusätzlich Radialversatz. Zulässige Werte sind baugrößenabhängig – Details im Konfigurator oder Datenblatt.
Warum Stahllamellenkupplung statt Zahnkupplung?
Wartungsfreiheit (kein Schmieren), Spielfreiheit (höhere Positioniergenauigkeit), kein Verschleiß, geringere Rückstellkräfte, breiterer Temperaturbereich (−30 bis +280°C). Zahnkupplungen (z. B. GEARex®) bleiben vorteilhaft bei extremen Drehmomenten >280.000 Nm.
Bis zu welcher Temperatur können Stahllamellenkupplungen eingesetzt werden?
Standardausführung: −30°C bis +280°C (Edelstahl-Lamellen). RADEX®-N Composite mit CFK-Zwischenstück: −40°C bis +120°C. Keine Einschränkung durch Schmierstoffe oder Elastomere.
Was bedeuten API 610 und API 671 für Kupplungen?
API 610 ist ein Standard für Pumpenantriebe; dazu gehört auch die Kupplung. Die API 671 ist ein Standard für die Kupplung selbst, insbesondere bei anspruchsvollen Antrieben in der Prozess- und Chemieindustrie.
Wie wähle ich die richtige Stahllamellenkupplung aus?
Drei Hauptkriterien: 1) Nennmoment, 2) maximale Drehzahl, 3) erwarteter Wellenversatz. Baureihe über Vergleichstabelle wählen, Baugröße im KTR-Konfigurator auslegen, CAD-Daten generieren. Alternativ: Auslegungsfragebogen ausfüllen.
Sind KTR-Stahllamellenkupplungen ATEX-zertifiziert?
Ja. RADEX®-N und RIGIFLEX®-N sind nach ATEX-Richtlinie 2014/34/EU geprüft für explosionsgefährdete Bereiche. Baumusterprüfbescheinigung als Download verfügbar.
Stahllamellenkupplungen (auch: Ganzstahlkupplungen, Lamellenpaketkupplungen) bestehen in der Regel aus zwei Naben, zwei flexiblen Lamellenpaketen und einem Zwischenstück.
Die Drehmomentübertragung erfolgt form- und kraftschlüssig über Passbolzen, die das Lamellenpaket wechselseitig mit den Naben verbinden – absolut spielfrei und torsionssteif.
Durch die elastische Verformung der Stahllamellen können gleichzeitig axiale, radiale und winklige Wellenverlagerungen ausgeglichen werden.
Einfachkardanisch (z. B. RADEX®-N NN): Ein Lamellenpaket und zwei Naben. Gleicht Winkel- und Axialversatz. Kompakteste Bauform.
Doppelkardanisch (z. B. RADEX®-N NANA): Zwei Naben, zwei Lamellenpakete und ein Zwischenstück.
Gleicht Winkel-, Axial- und Radialversatz aus.